Datenschutzerklärung
Stand: 21. September 2026. Diese Erklärung beschreibt die Aufgabenhilfe auf lab.ph-vorarlberg.at.
1. Verantwortliche Stelle
Pädagogische Hochschule Vorarlberg
Liechtensteinerstraße 33–37, 6800 Feldkirch, Österreich
Telefon: +43 (0)5522 311 99
E-Mail: office@ph-vorarlberg.ac.at
In Datenschutzfragen zu dieser Anwendung: datenschutz@ph-vorarlberg.ac.at
2. Der Grundgedanke
Die Aufgabenhilfe ist so gebaut, dass sie ohne personenbezogene Daten von Kindern auskommt. Es gibt keine Konten für Teilnehmende, keine Namen, keine Klassenlisten und keine Anmeldung. Wer mitmacht, gibt einen sechsstelligen Sitzungscode ein, den die Lehrperson vorgibt. Das Sprachmodell, das die Hilfen formuliert, läuft auf einem Rechner der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg. Es wird kein Dienst eines externen Anbieters aufgerufen.
3. Was während einer Sitzung verarbeitet wird
Bei Teilnehmenden
- Der Aufgabentext, den du eingibst, und die Hilfen, die du dazu bekommst. Beides wird gespeichert, solange die Sitzung läuft, damit deine Arbeit nicht verloren geht, wenn die Seite neu geladen wird oder ein Gerät kurz ausfällt.
- Ein Foto, wenn du eines aufnimmst. Bevor es abgeschickt wird, ziehst du einen Rahmen um deine Aufgabe. Nur dieser Ausschnitt wird übertragen; der Rest bleibt auf deinem Gerät. Der Ausschnitt wird gespeichert, solange die Sitzung läuft, und mit ihr gelöscht. Er liegt in der Datenbank und nicht als Datei auf einer Festplatte, damit er das Ende der Sitzung nicht überleben kann. Fotografiere bitte nur die Aufgabe, nicht deinen Namen auf dem Blatt und keine anderen Personen.
- Was du sprichst, wenn du die Aufnahme benutzt. Die Aufnahme geht an eine Spracherkennung auf demselben Rechner der Hochschule und kommt als Text zurück. Die Tonaufnahme selbst wird nicht gespeichert, weder bei uns noch auf deinem Gerät. Behalten wird nur der erkannte Text, und der steht ohnehin gleich in deinem Eingabefeld, wo du ihn ändern kannst.
- Wie deine Eingabe zustande gekommen ist, also getippt, fotografiert oder gesprochen. Das ist eine Forschungsfrage des Labs: ob Lernende lieber tippen, fotografieren oder sprechen. Es sagt nichts darüber aus, was du geschrieben hast.
- Ein Zufallswert zur Wiedererkennung deines Geräts. Er steht in einem Cookie und in der Datenbank. Er sagt nur, dass dieser Browser zu dieser Sitzung gehört. Er enthält keinen Namen.
- Das Tier, das du dir aussuchst. Es unterscheidet dich in dieser einen Sitzung von den anderen und steht auf deinem Bildschirm oben rechts. Es ist kein Konto und kein Name, aber die Lehrperson im Raum kann natürlich sehen, wer welches Tier hat. Genau dafür ist es gedacht.
- Eine Einstufung deiner Eingaben in eine von vier Stufen, damit die Lehrperson sieht, wo eine Sitzung aus dem Ruder läuft. Bewertet wird nicht, ob du richtig gerechnet hast, sondern ob die Eingabe zur Aufgabe passt. Diese Einstufung nimmt das Sprachmodell auf dem Rechner der Hochschule vor.
- Die erreichte Hilfestufe als Zahl von 0 bis 5.
Bitte gib keine Namen, Adressen, Telefonnummern oder ähnliche Angaben zu dir oder zu anderen ein. Für die Aufgabe braucht es das nicht.
Bei Lehrpersonen
- Benutzername und Kennwort des Zugangs. Das Kennwort wird nur als Prüfwert gespeichert, nicht im Klartext.
- Die angelegten Sitzungen mit Titel, Code, eingestellter Hilfe-Obergrenze und Zeitpunkten.
Was die Lehrperson sieht
Die Lehrperson sieht eine Liste ihrer Sitzung, eine Zeile je Tier, mit der Anzahl der Aufgaben, der Anzahl der Hilfen, der erreichten Stufe und der Einstufung der Beiträge. Sie kann den vollständigen Verlauf eines Tieres öffnen: alle Aufgaben, alle Hilfen und alle eigenen Versuche.
Das ist eine bewusste Entscheidung und der Unterschied zu einem privaten Chatbot: Wer Kinder beim Lernen begleiten soll, muss sehen, woran sie hängen bleiben. Die Kinder sollen das wissen. Ihr Tier steht deshalb dauerhaft sichtbar auf ihrem Bildschirm, und die Lehrperson sagt vor der Stunde, dass sie mitlesen kann. Was ein Kind hier schreibt, ist nicht privat gegenüber der eigenen Lehrperson – wohl aber gegenüber allen anderen, und es verlässt die Hochschule nicht.
4. Wann alles gelöscht wird
- Beim Beenden der Sitzung durch die Lehrperson werden alle Aufgaben, alle Hilfen und alle Zähler dieser Sitzung gelöscht.
- Wenn die Lehrperson beim Anlegen eine Frist eingestellt hat, verfällt die Sitzung nach der eingestellten Zeit ohne Aktivität und wird beim nächsten Zugriff auf die Anwendung mit allen Inhalten gelöscht.
Ohne eingestellte Frist bleibt eine Sitzung offen, bis die Lehrperson sie beendet. Die Aufgaben und Hilfen dieser Sitzung bleiben bis dahin gespeichert. Diese Einstellung ist der Standard, weil ein Code, der mitten in der Stunde abläuft, den Unterricht stört. Lehrpersonen sind gehalten, ihre Sitzung nach der Stunde zu beenden.
Die Konten der Lehrpersonen bleiben bestehen, bis sie gelöscht werden. Sie enthalten keine Daten von Kindern.
5. Cookies
Die Anwendung setzt zwei technisch notwendige Cookies und sonst keine:
sessionid– verbindet den Browser mit der laufenden Sitzung.csrftoken– schützt Formulare vor Missbrauch durch fremde Seiten.
Es werden keine Cookies zur Reichweitenmessung, zur Werbung oder zur Wiedererkennung über Sitzungen hinaus gesetzt. Die Anwendung verwendet keine Analysewerkzeuge. Insbesondere kommt Matomo hier nicht zum Einsatz, anders als auf der Hauptseite der Hochschule.
6. Protokolle
Die Anwendung schreibt keine Zugriffsprotokolle mit aufgerufenen Adressen. Der vorgeschaltete Webserver ist ebenfalls ohne Zugriffsprotokollierung eingerichtet. Protokolliert werden nur technische Betriebsmeldungen ohne Inhalte der Nutzung, zum Beispiel wenn das Sprachmodell nicht erreichbar war.
7. Keine Übermittlung an Dritte
Eingaben werden ausschließlich an den Rechner der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg weitergegeben, auf dem das Sprachmodell läuft. Dieser Rechner ist aus dem Internet nicht erreichbar; die Verbindung läuft über ein abgeschlossenes Netz. Es werden keine Schriftarten, Skripte oder Bilder von fremden Servern nachgeladen.
Die Anwendung selbst läuft auf einem angemieteten virtuellen Server bei World4You innerhalb der Europäischen Union. Der Hoster verarbeitet dabei im technisch notwendigen Umfang Verbindungsdaten.
8. Rechtsgrundlage
Soweit überhaupt personenbezogene Daten verarbeitet werden, stützt sich die Verarbeitung auf die Wahrnehmung der gesetzlichen Aufgaben der Pädagogischen Hochschule in Lehre, Forschung und Entwicklung gemäß Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe e der Datenschutz-Grundverordnung. Der Zugang der Lehrpersonen dient der Durchführung der Erprobung.
9. Deine Rechte
Nach der Datenschutz-Grundverordnung bestehen die Rechte auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung, Datenübertragbarkeit und Widerspruch. Wende dich dafür an datenschutz@ph-vorarlberg.ac.at.
Weil zu den Eingaben der Teilnehmenden kein Name und keine Kennung gespeichert wird, kann die Hochschule einzelne Eingaben keiner Person zuordnen. Eine Auskunft zu diesen Eingaben ist deshalb nicht möglich. Dafür sind sie spätestens mit dem Ende der Sitzung gelöscht.
Es besteht das Recht auf Beschwerde bei der Österreichischen Datenschutzbehörde, Barichgasse 40–42, 1030 Wien.
10. Was noch offen ist
Diese Anwendung ist ein Entwicklungsvorhaben des ModLearn Technology Lab und wird derzeit erprobt. Offen sind zum jetzigen Zeitpunkt der Eintrag im Verarbeitungsverzeichnis der Hochschule, der Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Hoster, eine Vereinbarung mit den teilnehmenden Schulen und die abschließende Rückmeldung der Datenschutzbeauftragten. Vor einem Einsatz mit Schulklassen werden diese Punkte geklärt.